Die Geschichte der Sudetendeutschen führt durch das mehrsprachige Böhmen, Mähren und Schlesien, durch Industrialisierung und Nationalbewegungen, die demokratische Erste Tschechoslowakische Republik, die nationalsozialistische Zerschlagung von 1938 bis 1945 und die Vertreibung nach dem Krieg. Diese Website macht die Erfahrungen der Menschen sichtbar, ohne politische Mythen zu wiederholen. Das Leid der Vertriebenen wird anerkannt; zugleich werden nationalsozialistische Herrschaft, Verfolgung und Beteiligung klar benannt.

„Sudetendeutsche“ ist eine historische Sammelbezeichnung für überwiegend deutschsprachige Bewohnerinnen und Bewohner der böhmischen Länder. Sie bezeichnet keine einheitliche Gruppe: Konfession, soziale Lage, politische Haltung und regionale Prägung unterschieden sich stark. Viele Familien lebten seit Jahrhunderten mit tschechischen Nachbarn, andere verstanden sich vor allem als deutschsprachige Arbeiter, Bürgerinnen oder Bauern. Identitäten konnten sich im Lauf eines Lebens verändern.

Zwölf Kapitel als Wegweiser

Ein Versprechen an Leserinnen und Leser

Diese Seite verurteilt die NS-Verbrechen ohne Relativierung und benennt das Unrecht von Ausbürgerung, Enteignung und Vertreibung. Beides wird nicht gegeneinander aufgerechnet. Unser Ziel ist eine Sprache, in der tschechische, deutsche und jüdische Erfahrungen nebeneinander Platz haben und junge Menschen selbstständig weiterforschen können.